Früher hatte Mehdi Ghadyanloo sein Atelier im Stadtzentrum. Vor einer Weile hat er es ganz in den Nordwesten von Teheran verlegt, in die Nähe seiner Wohnung, dahinter kommen nur noch die Berge. Er musste raus aus dem Zentrum, der Verkehr, der Smog, die Hektik. „Ich mag Teheran“, sagt er. Und gleich danach: „Ich liebe die Stadt nicht, dieses laute hässliche Durcheinander.“ Es ist Hassliebe.
Vielleicht ist es keine schlechte Idee, die Erkundung der iranischen Hauptstadt bei einem zu beginnen, der hin und her gerissen ist, der deshalb einen differenzierten Blick hat. Und der selbst Teheran ein bisschen angenehmer machte. Sein Atelier ist eine fast leere Wohnung in einem neuen Wohnblock, die Wände mit Plastikfolie angeklebt.
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